Detektiv Bedozinsky liebte seine Arbeit…
Detektiv Bedozinsky liebte seine Arbeit. Schon als kleiner Junge träumte er davon, später einmal Detektiv zu werden. Er verschlang die Bücher mit Detektivgeschichten. Ihm war schon früh bewusst, dass der Weg, ein erfolgreicher Detektiv zu werden, Ausdauer und Hingabe verlangen würden. Die Auftraggeber, zu deren Diensten Bedozinsky stand, sowie deren Zielvorgaben, ließen es nicht zu, nach acht Stunden, Feierabend zu machen. Wie oft saß er bis spät in die Nacht, um sich Gedanken zu machen, scheinbar knifflige Fälle zu lösen. Detektiv Bedozinsky musste schon in in den Anfangszeiten seiner beruflichen Tätigkeit schnell feststellen, dass die Abwicklung von Aufträgen selten planbar waren.. Mehr als die Hälfte seines Lebens hatte Detektiv Bedozinsky hart gearbeitet. Der Erfolg, den er und sein Team mit seiner Arbeit hatte, entlohnte ihn für die Zeit und Mühen, die er ständig in seine Arbeit investierte. Und dieser Erfolg spiegelte sich nicht zuletzt in dem Wohlstand wieder, den Bedozinsky nicht nur in materieller Hinsicht vorweisen konnte. Er besaß ein großes Haus mit Pool, einen Sportwagen und viele Freunde, die bewundernd zu ihm aufblickten. In ihren Augen schien er der perfekte Businessman, dem nicht nur die Welt sondern auch die Frauen zu Füssen lagen. Detektiv Bedozinsky schätze sein Leben, er war dankbar für all das, auf das er blicken durfte und jetzt, wo er mit großen Schritten die 50 erreichte, schien es ihm, als sei er auf dem Gipfel seiner Karriere angekommen. Das Gefühl, sich annähernd alles leisten zu können, was sein Herz begehrte, hatte schon was. Es war eine Art Gefühl von Unabhängigkeit und Freiheit. Trotz allem hatte er in letzter Zeit des öfteren das Empfinden, dass das nicht alles sein konnte. Es war schön, tun und lassen zu können, was man wollte, aber war es das wirklich, was ihn auf Dauer glücklich machte? Diese Frage kam ihm des öfteren in den Sinn, wenn er die spielenden Kinder im Park beobachtete. Sie gingen so unbedarft an die Dinge heran, ihre Art so unkompliziert zu spielen, gedankenversunken in ihrer eigenen kleinen Welt, diese Art faszinierte ihn. Es stand außer Frage, Heribert Bedozinsky war keinesfalls unglücklich, nein, das sicher nicht. Vielleicht war es auch nur eine Kleinigkeit, die ihm zu seinem Glück fehlte.Der Urlaub stand unmittelbar vor der Tür und er beschloss, in der Zeit, wo er die Chance hatte, vom Alltag mal Distanz zu bekommen, eine Auszeit zu nehmen, die Seele baumeln zu lassen, um somit „back to the roots “ zu kehren.